Welt-Diabetestag 2018: Mit orthopädischen Hilfsmitteln Diabetes-bedingten Fußschäden vorbeugen

Über sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an einem Diabetes mellitus, Tendenz steigend. Anlässlich des diesjährigen Welt-Diabetestages am 14. November weist der Herstellerverband eurocom e. V. auf eine der häufigsten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus hin: das Diabetes-Fußsyndrom (DFS). Das DFS geht meist mit chronischen Wunden einher, die bei einem schlechten Behandlungsverlauf Amputationen nach sich ziehen können. Zwar weist das Deutsche Diabetes Zentrum (DDZ) auf eine leichte Rückläufigkeit  von Amputationen bei Personen mit Diabetes von jährlich rund vier Prozent als mögliche Folge einer besseren Koordination der Versorgung hin, doch nach wie vor sind die Zahlen alarmierend. eurocom-Geschäftsführer Dr. Ernst Pohlen dazu: „30.000 Amputationen pro Jahr sind ein deutliches Signal, den Schutz gegen Diabetes-bedingte Fußschäden zu verbessern. Vorbeugen können unter anderem orthopädische Einlagen, Schuhe und Entlastungsorthesen.“

Druckentlastung mit orthopädischen Schuhen, Einlagen und Entlastungsorthesen

Im Zentrum der Behandlung eines DFS steht die Druckentlastung des betroffenen Fußes. Das ist die wichtigste Voraussetzung dafür, dass die entstandenen Wunden ungestört heilen können. Erreicht wird das mit speziellen, individuell angepassten Schuhen und einer geeigneten Fußbettung mit einer Weichbettungseinlage. Diese Einlagen haben die Funktion, den Fuß durch Druckumverteilung zu entlasten und durch stoßdämpfende Eigenschaften zu schonen. Eine weitere Möglichkeit, die Fußsohle während der Wundheilungsphase zu entlasten, sind spezielle Entlastungsorthesen. Diese als Total Contact Cast bekannten Orthesen sorgen dafür, dass die Wunde am Fuß während des Gehens und Stehens annähernd frei von Druck bleibt, in dem das Gewicht des Patienten auf andere Bereiche des Fußes umverteilt wird.

Regelmäßige Kontrolle und Pflege können Fußkomplikationen verhindern

Damit es erst gar nicht zu einem Diabetes-Fußsyndrom kommt, empfiehlt eurocom den betroffenen Patienten, selber aktiv zu werden. „ Eine tägliche Kontrolle der Füße auf kleinste Verletzungen und Druckstellen sowie eine sorgfältige Pflege können das Auftreten eines Diabetes-Fußsyndroms abwenden“, rät Dr. Ernst Pohlen, Geschäftsführer der eurocom. „Sinnvoll ist außerdem, auf geeignetes Schuhwerk zu achten und bereits vorbeugend Einlagen zu verwenden, um Druckstellen schon im Ansatz zu verhindern.“

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Antje Schneider, eurocom – european manufacturers federation for compression therapy and orthopaedic devices

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