Tag der Rückengesundheit: Bandagen und Orthesen helfen bei Rückenschmerz

Rund 40 Prozent aller Erwachsenen leiden an Rückenschmerzen. Fast jede zehnte Krankschreibung geht nach Aussage der Techniker Krankenkasse auf Rückenprobleme zurück. Schmerzen in Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule zählen damit zu den großen Volksleiden. „Neben gezielter Bewegung und der Gabe von Medikamenten können Bandagen und Orthesen Schmerzen lindern und Mobilität fördern – und damit zu mehr Lebensqualität der Patienten beitragen“, so Oda Hagemeier, Geschäftsführerin eurocom, anlässlich des Tages der Rückengesundheit am 15. März 2019.

Zügig zurück ins Alltags- und Berufsleben

„Bandagen und Orthesen sind ein wichtiger Therapiebaustein bei der Behandlung von Rückenschmerzen“, bestätigt Dr. med. René Toussaint, der als Facharzt für Orthopädie und Sportmedizin seit mehr als 20 Jahren Erkrankungen des Bewegungsapparates behandelt. Wenn die Hilfsmittel mit Maßnahmen wie Bewegungstherapie oder Gesprächen zum persönlichen Verhalten kombiniert werden, könne das die Mehrheit aller berufstätigen Rückenkranken zügig zurück ins Alltags- oder Berufsleben bringen. Bandagen und Orthesen reduzieren schmerzhafte und fehlbelastende, schädigende Bewegungen, unterstützen die Wirbelsäule stabilisierend, richten sie auf, regen zur Korrektur an und entlasten schmerzhafte Bereiche. Sie verbessern die Körperhaltung und aktivieren die Rumpfmuskulatur. Der Patient empfindet einerseits weniger Schmerzen, andererseits gibt ihm das Hilfsmittel ein höheres Sicherheitsgefühl. Dadurch kann er in der Regel schneller auch wieder dazu motiviert werden, sich zu bewegen. Durch die positiven Wirkungen einer Rückenbandage oder -orthese in den schmerzenden Arealen fällt es vielen Betroffenen leichter, ihre Übungstherapie oder Belastungsanforderungen im ersten Schritt der Wiederherstellung der Belastbarkeit der Wirbelsäule auszuführen.

Ursachen für Rückenschmerz sind komplex

Bewegungsmangel, Stress, Fehlbelastungen oder auch Vorschädigungen – es gibt viele Gründe, warum der Rücken schmerzt. „Der chronische Rückenschmerz hat meist ein sehr komplexes Ursachengefüge“, sagt Rückenspezialist Toussaint. Oft gebe es dabei einen Kreislauf aus Fehlhaltung oder Fehlfunktion, Schmerz, Verspannung – und in der Folge weitere Fehlhaltung. Zwar sind 80 bis 90 Prozent der Rückenschmerzen in vier bis sechs Wochen abgeklungen. Doch Toussaint rät dazu, zum Arzt zu gehen, wenn die Beschwerden unverändert länger als vier Wochen anhalten – es sei denn, es treten zusätzlich Lähmungen beziehungsweise Inkontinenz auf oder es gibt ein erhöhtes Risiko für Frakturen der Wirbelkörper beziehungsweise für Tumorerkrankungen. Dann müssen Betroffene sofort zum Arzt.

Dem Schmerz vorbeugen

„Bewegung ist die beste Vorbeugung gegen Rückenschmerz“, so der Orthopäde. Er rät dazu, sich zwei bis drei Mal die Woche 45 Minuten intensiv zu bewegen. Infrage kommen dabei alle Ausdauersportarten und im Prinzip alle Bewegungsaktivitäten, die dem Patienten Spaß machen. Schon einfache Maßnahmen helfen: die Treppe benutzen statt Fahrstuhl oder Rolltreppe zu fahren, zu Fuß oder mit dem Rad zur Arbeit statt mit dem Auto oder am Schreibtisch öfters mal kleine Bewegungspausen einlegen.

Zum Nachlesen

Nähere Informationen zur Wirkung orthopädischer Hilfsmittel gibt eurocom in zahlreichen Publikationen. Unter ihnen der Praxisratgeber Rückenschmerz und das Handbuch Orthesen, die unter www.eurocom-info.de/service/publikationen/ kostenlos bestellt werden können und zum Download bereitstehen.

Über eurocom

eurocom ist die Herstellervereinigung für Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel. Der Verband versteht sich als Gestalter und Dialogpartner auf dem Gesundheitsmarkt und setzt sich dafür ein, das Wissen um den medizinischen Nutzen, die Wirksamkeit und die Kosteneffizienz von Kompressionstherapie und orthopädischen Hilfsmitteln zu verbreiten. Zudem entwickelt eurocom Konzepte, wie sich die Hilfsmittelversorgung aktuell und in Zukunft sicherstellen lässt. Dem Verband gehören nahezu alle im deutschen Markt operierenden europäischen Unternehmen aus den Bereichen Kompressionstherapie und orthopädische Hilfsmittel an.

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Antje Schneider, eurocom – european manufacturers federation for compression therapy and orthopaedic devices, Reinhardtstraße 15, D – 10117 Berlin, Tel.: +49 (0) 30 – 25 76 35 06 – 3, Mobil: +49 (0) 1 76 – 61 33 07 60, E-Mail: antje.schneider@eurocom-info.de, www.eurocom-info.de